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KW 27

Warum ein Check-Up-Termin im Monat oft mehr bringt als acht kurze Termine

Wegzeit, Termindauer und Behandlungserfolg: eine Rechnung, warum ein längerer Termin im Monat oft mehr bringt als acht kurze.

Moin aus der Praxis!

Wir schreiben das Ende der 27. Kalenderwoche. Es ist Sonntag, der 05. Juli 2026 10:00 Uhr. Bedeutet: es ist Zeit für den zweiten Beweger-Newsletter Artikel.

Ein besonderes Ereignis aus KW26 möchte ich direkt zu Beginn nennen: Unsere Beachhandball Nationalmannschaft ist Weltmeister. Das ist eine Primäre und besonders für uns Kölner ein voller Erfolg, da Einige der Spieler bei unserem Kölner Beachhandballverein 12 Monkeys Köln BHC e.V. spielen. Den Verein betreute ich in den vergangenen drei Jahren bei acht großen Turnieren und es ist schön, die tolle Entwicklung der Spieler zu sehen. Glückwunsch auch an dieser Stelle!

Aktuell findet auch eine Spendenaktion unseres Kölner Beachhandballvereins statt. Falls du Lust hast, den Verein gratis finanziell mit circa 3 Minuten Aufwand zu unterstützen, gibt es über diese Links die Möglichkeit dazu:

So geht’s:

  1. Gutschein hier beantragen: https://www.sparkasse-koelnbonn.de/de/home/aktionen/email.ht...
  2. Projekt aufrufen, Gutschein einlösen & auf „Verteilen“ klicken: https://www.hiermitherz.de/project/monkey-junior-ladies-trik...

Nun zu Aktuellem aus der Praxis…

Zum Start der Woche standen einige Check-Up-Patiententermine an. Warum ist das für mich etwas Besonderes?

Im Bereich der Physiotherapie, besonders in der Behandlung von gesetzlich Krankenversicherten, wird sehr häufig ein Behandlungsrhythmus von ein bis zwei Mal pro Woche durchgeführt. Viele Menschen bemerken jedoch, dass dieser Behandlungsrhythmus oftmals ineffektiv ist. Dies hat primär drei Gründe:

1.) Wegzeit zur Praxis:

Nehmen wir an dein Hinweg zur Praxis dauert 20 Minuten. Bei einem Behandlungsrhythmus von 2 Mal pro Woche bist du somit 80 Minuten unterwegs, um zur Praxis hin- und zurück zu gelangen. Dieser Behandlungsrhythmus für einen Monat würde bedeuten, du bist 320 Minuten unterwegs. 5 Stunden und 20 Minuten.

2.) Kürzere Termine:

Meistens werden Termine mit einer Dauer von 15 bis 20 Minuten pro Termin durchgeführt. Inkludiert sind meist die Behandlungszeit und die Vor- und Nachbereitungszeit.

3.) Weniger Behandlungserfolg pro Termin:

Durch die kürzeren Termine ist eine unruhiger Behandlungsatmosphäre gegeben. Es ist weniger Zeit für Fragen. Und zusätzlich ist es für eine optimale Behandlung oftmals notwendig, die Gewebsstrukturen wie Muskeln, längere Zeit vorzubereiten. Diese Zeit am Gewebe fehlt häufig bei einem 15 bis 20 Minuten Behandlungsrhythmus. Somit bleibt potenzieller Therapieerfolg häufiger aus.

In den vergangenen Jahren versuche ich konstant optimale Lösungen im Gesundheitssystem zu entwickeln - darunter ein optimaler Terminrhythmus in der Physiotherapie. Eine Idee ist, dass wir ein Mal pro Monat einen Check-Up-Termin durchführen, um auftretende gelenkmechanische Problemketten zu korrigieren, den Trainingsplan und das Eigenübungsprogramm anzupassen und den aktuellen Lebensstil nach den vereinbarten Zielen zu hinterfragen. Welche Vorteile hat dieser Terminrhythmus?

1.) Wegzeit zur Praxis:

Einmal pro Monat zur Praxis hin- und zurück fahren. Nicht acht Mal. Mit den Zahlen des vorherigen Fallbeispiels sind es 40 Minuten, anstatt 320 Minuten pro Monat.

2.) Längere Termine:

In ruhigerer Atmosphäre sind Termine zwischen 45 bis 75 Minuten oftmals zielführend.

3.) Mehr Behandlungserfolg pro Termin:

Durch eine ruhigere Behandlungsatmosphäre, durch mehr Zeit für Antworten auf Fragen und die Zeit, Gewebsqualität zu verbessern, entstehen häufig deutlich bessere Behandlungserfolge.

Somit bin ich ein großer Fan davon, die Terminfrequenz zu reduzieren und die Termindauer zu verlängern, um eine sinnvolle Zusammenarbeit zu sichern.

Besonders in der aktuellen Entwicklung des Gesundheitssystems sehe ich einen großen Bedarf daran, das aktuelle System effektiver zu gestalten.

Hierzu interessieren mich deine Gedanken. Falls du möchtest, schreibe mir gerne deine Gedanken via E-Mail an: kontakt@timbecker-physiotherapie.de.

Darüberhinaus arbeite ich aktuell an Systemen, um die Zusammenarbeit zwischen den Terminen hier vor Ort effektiver zu gestalten, um als Team (Patient/in und Therapeut) die wirkliche Ursache für die Beschwerden herauszufinden. Stichwort: „Beweger-Check-In-To-Go“ - dazu zu gegebenen Zeit mehr.

Wie in der vergangenen Woche erscheint heute neben dem Newsletter-Artikel ebenfalls eine neue Podcastaufnahme, die ein Patientengespräch dokumentiert. Dieses Mal ist Marc zu Gast. Er berichtet über seine Fußheberschwäche und seine Eindrücke über die gemeinsame Zusammenarbeit. Marc, vielen Dank auch an dieser Stelle für deine Unterstützung beim Projekt! Und an Alle, viel Spaß beim Reinhören.

Ich verabschiede mich aus der Kalenderwoche 27 und sage: bis nächste Woche Sonntag um 10:00 Uhr hier im Newsletter und im Podcast.

Weiterhin viel Freude an Bewegung! #Wer bewegt, gewinnt.

Liebe Grüße aus der Praxis, Tim

Bei Tim Becker Physiotherapie arbeiten wir nicht symptomatisch, sondern systematisch. Wir analysieren Zusammenhänge, messen Fortschritt und entwickeln mit Ihnen ein strukturiertes System aus Therapie, Training und Lifestyle - damit Sie eigenständiger werden und Beschwerden langfristig reduzieren können.
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