Mehr Kraft nach 20 Minuten: was das Kreuzbein damit zu tun hat
Ein Fall aus der Praxis, mit Video: Wie sich die Kraft der Oberschenkelrückseite verändert, nachdem wir am Iliosakralgelenk gearbeitet haben.
Moin aus der Praxis!
Es ist das Ende der 39. Kalenderwoche und Sonntag, der 27. September 2026.
Heute zeige ich dir einen echten Fall aus der Praxis, inklusive Video.
Hast du manchmal das Gefühl, dass du stabiler durchs Leben gehen könntest? Als wenn dein Körper mehr Potenzial hat oder mal hatte? Als ob du eigentlich mehr Kraft mit deinen Muskeln generieren könntest?
Falls du diese Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, dann sollten wir das als Team ändern.
Eine Schlüsselregion für Kraft und Stabilität: das Becken
Das sehen wir an verschiedenen Beispielen:
- Im Sport beim Handball, Fußball, Basketball, Football, bei der Leichtathletik und vielen mehr.
- Im Alltag beim Spazierengehen und vielem mehr.
Falls du es noch nicht wusstest: Achte gerne mal selbst darauf, und du wirst vermutlich erstaunt sein, welchen Einfluss das Becken beziehungsweise die Lenden-Becken-Hüft-Region auf deine Stabilität hat.
Eins vorweg: Das Becken beziehungsweise die Körpermitte muss mechanisch funktionieren, damit wir unsere Körpermitte stabilisieren und stabil durch das Leben gehen können.
Das Kreuzbein: die Basis der Wirbelsäule
Eine Auffälligkeit, über die ich berichten möchte, ist der Einfluss des Kreuzbeins auf den Körper.
Das Kreuzbein ist ein Knochen, befindet sich unterhalb der Lendenwirbelsäule und bildet mit dem Darmbein das bekannte ISG (Iliosakralgelenk). Es ist wie eine Basis der Wirbelsäule und verbindet die Hüfte beziehungsweise den Unterkörper mit der Wirbelsäule. Somit trägt es viel Gewicht und wird mechanisch beansprucht.
Was kann mit dem Kreuzbein passieren?
Das Kreuzbein kann sich über verschiedene Bewegungsachsen ein wenig bewegen. Kommt es dazu, dass das Kreuzbein nicht optimal im Raum steht, dann kommt es zu einem unausgeglichenen Belastungsverhältnis.
Wie reagiert der Körper darauf?
Der Körper lässt Muskeln in bestimmten Regionen nicht die maximale Kraft erzeugen.
Warum? Ein Muskel kann in bestimmten Längenverhältnissen optimal arbeiten. Sind diese Längenverhältnisse durch eine suboptimale Statik und Mechanik gestört, lässt der Körper den Muskel nicht seine maximale Kraft erzeugen – um Folgeschäden zu verhindern.
Das Fallbeispiel
Diesen Einfluss des Iliosakralgelenks habe ich in einem kurzen Video aufgenommen, um dir die direkte Auswirkung präziser physiotherapeutischer Techniken auf die Kraft der Oberschenkelrückseite zu zeigen, auch häufig „Ischios“ oder „Hamstrings“ genannt.
Im Video siehst du, dass der Patient nach etwa 20 Minuten Behandlung im linken Bein viel mehr Kraft generieren kann als vorher. Somit sollten nun verschiedene Sportarten und Bewegungen im Alltag besser funktionieren, da der Körper mehr Kraft erzeugen lässt.
Hier der Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=0BfFGvjx0rw
So macht eine Behandlung beim Physiotherapeuten Spaß. Logisch und zielorientiert.
Ich verabschiede mich aus der Kalenderwoche 39 und sage: Bis spätestens nächste Woche Sonntag hier im Newsletter.
Weiterhin viel Freude an Bewegung! #Wer bewegt, gewinnt.
Liebe Grüße aus der Praxis, Tim