Wackelig auf einem Bein: drei Blickwinkel auf Stabilität
Eine Patientin steht auf einem Bein und fühlt sich wackelig. Beim Ballett stört sie das. Aus drei Richtungen schaue ich darauf: Training, Gelenke und Lebensstil.
Moin aus der Praxis!
Es ist das Ende der 43. Kalenderwoche und Sonntag, der 25. Oktober 2026.
Diese Woche stellte eine Patientin folgendes fest: Steht sie auf einem Bein, fühlt sie sich wackelig beziehungsweise instabil.
Viele Menschen kennen dieses Gefühl von Instabilität. Meistens führt es zu einem Unwohlsein im eigenen Körper. Warum?
Nun ja, ich denke, dass wir uns alle in unserem eigenen Körper stabil fühlen möchten, damit wir die Dinge im Leben machen können, die wir tatsächlich machen wollen.
Bei meiner Patientin, die diese Frage gestellt hat, handelt es sich hierbei konkret um Balletttanzen. Bei ihrem Hobby, das sie gerne ausführt, führt dieses Gefühl der Instabilität dazu, dass sie sich unwohl fühlt. Das ist aus meiner Sicht etwas, das wir im Leben auf keinen Fall wollen: Wenn wir Dinge machen, wollen wir Spaß daran haben oder Erfolg sehen und uns wohlfühlen.
Deswegen haben wir uns dazu entschieden, diese Instabilität bestmöglich in den Griff zu bekommen.
Ich bin Physiotherapeut in Köln und habe dazu verschiedenste Herangehensweisen gelernt. Super. ;-)
Erster Blickwinkel: das Training
Eine Herangehensweise kommt aus der Trainingstherapie und besagt im Grunde genommen, dass wir eine Progression im Training benötigen, damit wir die Muskeln kräftigen und damit die Gelenke stabilisieren können. Sicherlich sind wichtige Übungen hierbei die tiefe Hocke beziehungsweise die Kniebeuge und die 45° Back Extension, sodass wir den Unterkörper und den Rumpf stabilisieren können.
Zweiter Blickwinkel: die Gelenke
Eine andere Herangehensweise aus der Physiotherapie besagt, dass wir uns die Gelenksituation oder Gelenkmechanik anschauen müssen, um festzustellen, ob die entsprechenden Muskeln, die das Sprunggelenk, das Kniegelenk und das Hüftgelenk stabilisieren, überhaupt funktionieren.
Lassen sich die wichtigen Knochen der entsprechenden Gelenke frei bewegen oder liegen hier Blockaden vor? Hat der Körper eine Schutzspannung entstehen lassen, um die Gelenkmechanik zu stabilisieren und um keinen weiteren Schaden zu nehmen?
Dritter Blickwinkel: Lebensstil und Ernährung
Ein weiterer Blickwinkel kann das Tor hin zu den Organen öffnen und lässt uns darauf schauen, ob gegebenenfalls im Lebensstil beziehungsweise der Ernährung Probleme vorliegen, die dazu führen, dass beispielsweise die Beckenmechanik ein Problem aufweist – und dadurch eine absteigende Kette vom Becken runter bis zum Fuß entstanden ist, die zu einer Instabilität führt.
Nach etwa drei Jahren Praxiserfahrung kann ich sagen, dass die klassische deutsche Ernährung, bestehend aus Brötchen zum Frühstück und einem Abendbrot, häufig zu Problemen des Verdauungstraktes führen kann und damit zu den entsprechenden Problemen.
Diese verschiedenen Blickwinkel habe ich von führenden Experten in Deutschland gelernt.
Was daraus geworden ist
Was mich daran begeistert, ist, dass wir auch bei dieser Patientin direkt nach einer Behandlung feststellen konnten, dass sie das Gefühl hatte, stabiler auf einem Bein stehen zu können. Durch einen entsprechenden Trainingsplan erhoffe ich mir, dass die Patientin beim nächsten Termin sagt, dass sie sich beim Balletttanzen stabiler fühlt und dadurch auch wieder mehr Spaß hat, Ballett zu tanzen.
In diesem Sinne wünsche ich mehr Stabilität auf einem Bein und verabschiede mich aus der Kalenderwoche 43.
Bis spätestens nächste Woche Sonntag hier im Newsletter.
Weiterhin viel Freude an Bewegung!
#Wer bewegt, gewinnt.
Liebe Grüße aus der Praxis,
Tim